Lerntherapie in Beverungen und Hameln

B. Eikmeier bietet Lern- und Legasthenie-Therapie für Kinder

Lerntherapie wird bei Kindern mit Lern- und Leistungsstörungen angewendet. Es handelt sich um eine spezielle pädagogisch-psychologische Förderung, die sich je nach Ausbildung aus verschiedenen Lernprogrammen zusammensetzt. Hierbei gehen wir sehr individuell auf unsere „kleinen“ Patienten ein.

Das Jugendamt fördert Lerntherapien.

Die Behandlung können stattfinden in Beverungen (Ergo- und Lerntherapie) oder Hameln (Lerntherapie).

Praxis für Legasthenie-Dyskalkulie-Therapie
Bärbel Eikmeier

Basbergstraße 88
31785 Hameln

Praxis für Legasthenie-Dyskalkulie-Therapie
Bärbel Eikmeier

Weserstr. 16
37688 Beverungen

Legasthenie/Dyskalkulie, was ist das?

Eine Lese- und/oder Rechtschreibstörung (Legasthenie) oder eine Rechenstörung (Dyskalkulie) kann durch eine Testung beim Psychologen festgestellt werden. Die Diagnose ist in der Internationalen Klassifikation (ICD10) für psychische Erkrankungen festgeschrieben. Die Rechtschreibleistung und/oder Leseleistung bzw. die Rechenleistung ist schwach, gegenüber einer durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Intelligenz. Die Störung kann unterschiedliche Ausprägungen aufweisen. Hinzu kommen häufig andere Faktoren wie Aufmerksamkeitsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Entwicklungsstörungen sowie Verhaltensauffälligkeiten. Diese Schwächen/Störungen bedürfen einer individuellen Befundung und einer ressourcenorientierten, kompensierenden Behandlung/Training.

Befundmittel in meiner Praxis

  • Diagnostischer Rechtschreibtest 1-5
  • Rechtschreibtest 6. und 7. Klassen
  • Stolperwörter-Lesetest
  • ELFE Lesetest
  • Diagnostische Bilderlisten
  • ZAREKI R und K (Rechentest)
  • Fehleranalyse

  • Mottiertest (auditiv)
  • BUEGA Befundung umschriebener Entwicklungsstörungen im Grundschulalter
  • DTVP 2 Test zur visuellen Wahrnehmung
  • Aufmerksamkeitstests
  • Fragebögen/Anamnesebogen

Behandlungskonzept Legasthenie

Aufgrund der individuellen Schwierigkeiten und der unterschiedlichen Vorläuferfähigkeiten der Kinder kommen auch verschiedene Konzepte/Trainings zum Einsatz. Je nach Behandlungsstand und Lernstrategie wird auch innerhalb der Therapie zwischen den einzelnen Konzepten gewechselt, um zu einem optimalen Trainingserfolg gelangen zu können. Kieler Leseaufbau und Kieler Lautgebärden (nach Hackethal und Dr.Dummer-Smoch Der Kieler Leseaufbau ist ein gestufter Leselehrgang, der in kleinen Schritten vom Leichten zum Schwierigen aufbaut. Der Kieler Leseaufbau ist ein empirisch begründetes Werk, das in langjähriger Praxis erprobt und weiterentwickelt wurde. Es eignet sich vor allem als Therapie von Kindern mit schwerwiegenden Leseproblemen.

Unter der Beachtung der Wortstruktur wird mit dehnbaren Konsonanten und deren Verschleifung mit den Vokalen begonnen.Erst wenn ein Kind dies problemlos beherrscht, folgen Explosivlaute. Unterstützend wirken die Lautgebärden und Silbenteppiche. Durch Anwendung der Lautgebärden wird das Verschleifen von Konsonant und Vokal erleichtert. Mit den Silbenteppichen wird die Automatisierung trainiert.

Weitere Konzepte und Behandlungsmethoden finden Anwendung:

  • Fresch-Methode
  • Kieler Rechtschreibaufbau
  • Marburger Rechtschreibtraining
  • ELFE-Trainingsprogramm

Behandlungskonzept Dyskalkulie

Training bei Rechenschwäche

Dyskalkulie beinhaltet eine umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger der höheren mathematischen Fertigkeiten. Beim Dyskalkulietraining steht daher der lebenspraktische Aspekt im Vordergrund.

Therapie und Förderung im mathematischen Bereich

  • Förderung mathematischer Vorläuferfertigkeiten/Basiskompetenz
  • Zahlzerlegung, Zählfertigkeit
  • Zehnerübergang
  • Zahlenraum/Zahlvorstellung/Stellenwerte
  • Addition/Subtraktion/Multiplikation/ Division
  • Textaufgaben
  • Maße/Zeit/Geld
  • Bruchrechnen

Therapeutischer Grundsatz

„Das Kind dort abholen wo es steht“

Nach der genauen Feststellung der individuellen Rechenfertigkeiten kann der Therapieplan ressourcenorientiert erstellt werden. Es geht um die Vermittlung von angemessenen Rechen- und Denkstrategien sowie Kompensationstechniken die zum Erfolg führen.

Aufbau mathematischer Operationen (nach H.Aebli)

1. Konkrete Ebene
Hier kommt Anschauungsmaterial zum Einsatz mit dem konkret
gehandelt wird.
2. Bildhafte Ebene
Konkrete Handlung mit Bildern verbinden.
3. Symbolische Ebene
Darstellung der Rechenoperation in Ziffern
4. Automatisierung

Spiele und Materialien

Hier einige Materialien die in der Dyskalkulietherapie zum Einsatz kommen.

  • Cuisinaire Stäbe

Dieses Material eignet sich hervorragend um im Zahlenraum bis 20 vom zählenden Rechnen zum Bündeln zu gelangen. Passer- und Partnerzahlen werden in Farben benannt und abgespeichert indem sie mit dem Material gelegt und überprüft werden. Auf der Bildhaften Ebene werden Farbaufgaben gelöst und Muster nachgelegt. Erst später erfolgt der Transfer auf die Symbolische Ebene.

  • Beo-Bilder
  • Der Zahlenzug
  • Zahlenstrukturmaterial
  • Nikitinmaterial
  • Stellenwerttafeln

Weiterführend gibt es zu den Materialien Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ergänzend stehen Spiele mit den Förderschwerpunkten:

  • Kinästhetik
  • Gedächtnis
  • Logisches Denken / Strategie
  • Räumliches Denken/optische Wahrnehmung
  • Serialität
  • Klassifizieren
  • Eins-zu-Eins-Zuordnung
  • Mengenerfassung
  • Zählen
  • Förderung der Fein-Grafomotorik zur Verfügung.

Mit dem PC Spiel „Cesar Rechnen“ werden Grundlagen, der ersten und zweiten Klassenstufe, spielerisch erarbeitet. Auf dem Niveau der dritten bis fünften Jahrgangsstufe arbeite ich mit dem PC-Spiel Rechenspiele mit Elfe und Mathis 2.
Das Leistungsprofil kann entweder mit Hilfe der Ergebnisse der DEMAT-Tests oder des TeDDy-PC eingelesen oder vom Trainingsleiter manuell eingestellt werden. Auf dieser Basis werden die Aufgaben vom Programm so ausgewählt, dass sie dem Leistungsvermögen des Kindes angemessen sind.Gleichzeitig versucht das Programm, durch die Einbettung in einem motivierenden Kontext und die konsequente Belohnung von Lernerfolgen Motivationsproblemen vorzubeugen.
Das Training besteht aus 15 Einzelspielen, die sich in die Bereiche Geometrie, Rechnen und Sachaufgaben verteilen. Jedes Spiel verfügt über drei Niveaustufen. Für jedes erfolgreich bewältigte Spiel erhält das Kind ein Kartenteil. Die Lösungsquote beträgt 80%, sie kann aber je nach Leistung und Motivation verändert werden. Hat das Kind alle Kartenteile einer Niveaustufe gesammelt, kann es auf die nächste Stufe gelangen. Am Ende wartet der große Elfenschatz als Belohnung.

Frustrationserlebnis Mathematik

Häufig sind die mathematischen Fertigkeiten zu Schulbeginn noch nicht sicher ausgeprägt. Dazu zählen:

  • spontane Mengenerfassung einer Menge von 5
  • Eins-zu-Eins-Zuordnung
  • Mengenkonstanz
  • Zahlwissen bis 20
  • Zählfertigkeit: vor - rückwärts, Vorgänger – Nachfolger
  • Rechenfertigkeit mit konkretem Material

Hinzu kommt:

Mathematik ist die erste „Fremdsprache“

Im Mathematikunterricht in der Grundschule werden bis zu 500 neue Begriffe eingeführt, die gleichzeitig mit einer Rechenoperation in Verbindung gebracht werden sollen. Häufige Signalwörter in Textaufgaben sind z. B.:

  • jeweils , jedes Mal
  • doppelt so viel, die Hälfte
  • gerade, ungerade Zahl
  • größer/kleiner als
  • insgesamt...

Die Folgen können Ängste, psychosomatische Beschwerden, negatives Selbstwertgefühl etc. sein. Daraus ergibt sich ein weiterer wichtiger Aspekt in der Therapie.

Die Elternarbeit

Die Aufklärung über das Störungsbild und die Bewusstmachung der Stärken des Kindes ist eine wichtige Grundlage. Nur so besteht die Möglichkeit das Kind angemessen zu fördern ohne es zu überfordern.
Die Vermittlung zwischen Eltern und Schule kann die Erwartungshaltung verändern, Druck raus nehmen und Wertschätzung aufbauen. Mit der Schule können verschiedene Absprachen getroffen werden:

  • Erleichterung der Hausaufgaben
  • individuelle Hausaufgaben
  • vorübergehende Notenbefreiung
  • Hilfsmittel zulassen
  • positive Rückmeldung auch kleiner Fortschritte
  • differenzierte Klassenarbeiten
  • mehr Zeit bei Klassenarbeiten